Speicher Lösung selber bauen

Die benötigte Hardware zum Nachbau. Bitte hier nur Hardware posten, die man auch selber ausprobiert hat. Nichts posten, nur weil es neu ist.

Moderator: Ulrich

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Bitte nur Hardware posten, die man selber auch ausprobiert bzw. in Verwendung hat.
dirktebie
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Speicher Lösung selber bauen

Beitrag von dirktebie »

hallo,

ich habe schon eine PV-Anlage mit 7kwP und SMA-Tripower 7000.
Das System ist für Eigenverbrauch (und Einspeisung)angeschlossen.

ich möchte meinen Solarspeicher als Ergänzung selber bauen.
dieser soll aus einem 48V(12/24V?) Akku LiFePo bestehen (ca. 5kwh ?).

dazu soll ein Laderegler meinen Überschuß in den Akku laden, wenn ich weniger verbrauche, als von der Sonne erzeugt wird.
das am liebsten mit flexibler Ladeleistung, falls es Laderegler dafür gibt.

und wenn ich mehr verbrauche, als durch die PV erzeugt wird(nachts?), soll aus dem Akku eingespeist werden.
das auch am liebsten mit flexibler Leistung, gerade so viel, wie ich zum Ausgleich brauche.

Leider weiß ich nicht, welche Geräte dafür geeignet sind.

Ich wollte schon einen SMA-Island kaufen, der ja 48V Akkus kann.
Dann funktioniert das Management aber nur über die SMA-CLoud.

ich habe zwar schon eine Idee, das mit einem Raspi in python zu machen, und habe ein kleines Programm geschrieben, das mir rein theoretisch einen Akku virtuell lädt. Ich lese dazu den SMA-EM aus, und schreibe den "Überschuß" in eine Datei als "AH" und "kwh".

für Tipps und Anleitungen bin ich dankbar. (der Raspi liegt schon hier :idea: )
Dirk

andreas_n
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Re: Speicher Lösung selber bauen

Beitrag von andreas_n »

Serwus,

Tips und Anregungen, hmm..okay

Wenn dich die kWh Speicher nicht mehr wie ca 250.- kostet im Eigenbau, kann man es wirtschaftlich gerechnet, riskieren.

Speicher ist in meinen Augen d e r z e i t nur sinnvoll, wenn das Haus abgelegen liegt und keine Stromversorgung von aussen möglich oder zu teuer ist, das Netz unstetig ist, evtl die ganze PV als RiesenUSV dienen soll weil Büro dran hängt oder ganz einfach als Notfall Lösung im Falle eines l ä n g e r e n Blackouts.

Aber bei längerem Blackout denke ich, wirste ziemlich schnell DAS Leuchtturmprojekt und Ziel für diejenigen sein, die du nicht vor der Türe sehen wolltest.

Das ganze fängt an, dass du erstmal deine Gebäudeversicherung schriftlich anfragst, ob der Brandbeschleuniger evtl nicht mitversicherBAR ist...dann haste pauschal irgendwas um die 20% Verlust, 1kWh rein, gehen 800Wh wieder raus. Grob gesagt, kostet dich dann die kWh ca 40ct aufwärts, dazu kommt, dass der Akku im Sommer ewig voll ist und im Winter langts nichtmal für die nötige Akkupflege.Und im Langzeitbetrieb gehen die die Dinger samt WR früher denn später tilt

Ich hab selber ne 36kWh OPZs Staplerbatterie liegen lassen und speise alles was über ist, ein.

Batteriebetrieb ist derzeit Hobby, nen teures dazu.Ausserdem würde ich wegen der hohen Batterieströme nicht mehr auf 48V setzen , sondern auf Hochvoltakkus

Für Blackout hab ich Stromerzeuger, damit ich das Haus im Notfall heizen kann.

Für das Geld bau evtl die PV aus.

Gruss
Andreas
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dirktebie
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Re: Speicher Lösung selber bauen

Beitrag von dirktebie »

danke für diese finanzielle Einschätzung.

Zur Info: mein Dach ist voll, zumindest nach Süden. Nord ist noch alles frei (15° Neigung).

Händler bei ebay und der direkt aus dem "Reich der Mitte" bieten tatsächlich für ca. 200€ je kwh LiFePo-Akkus an(sind die, die nicht brennen sollen).

Plus Hardware für Laden und Einspeisen kommt man auf ca. 2500€ für ca. 6,5kwh.

Soweit, wenn man den finanziellen Teil abhandeln möchte...

Ich brauche gerne technische Hilfe, Tips, Wissen über bereits bestehende Ausführungen.

bin gespannt,
Dirk

trilobyte
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Re: Speicher Lösung selber bauen

Beitrag von trilobyte »

ich habe mir 2 von diesen powerwalls bestellt und seit 2 wochen in betrieb:

https://www.ltc-energy.com/Lithtech-10K ... 27445.html

ich habe fertige akkus gekauft damit ich eine chance habe damit ich damit durchkomme bei der abnahme. mit einem eigenbau habe ich angst dass das nichts wird. hatte schon mühe genug den elektriker zu überzeugen mit den MPI Hybrid 10k anzuschliessen. die abnahme vom unabhängigen kontrolleur steht noch aus.

preislich kommst du mit dem fertigen akku und versand leicht gegen 300euro pro kwh

ich würde die ströme klein halten und genügend akku verbauen. also nur mit max 0.5C entladen. besser 0.33 oder 0.25C
Je weniger C desto weniger probleme.

Die Powerwall soll ähnlich kommunizieren können wie die Pylontech, bis jetzt fahre ich die dinger spannungsgesteuert. ich will erst eins nach dem andern in betrieb nehmen

gruss
siegi

andreas_n
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Re: Speicher Lösung selber bauen

Beitrag von andreas_n »

dirktebie hat geschrieben:
Sa 17. Apr 2021, 18:50
Nord ist noch alles frei (15° Neigung).

Händler bei ebay und der direkt aus dem "Reich der Mitte" bieten tatsächlich für ca. 200€ je kwh LiFePo-Akkus
Ich brauche gerne technische Hilfe, Tips, Wissen über bereits bestehende Ausführungen.
Hängt von deinem Wohnort ab, aber ein 15° Norddach würde ich zubauen, bevor ich an Batterie denken würde. Grad mal gröbstens unter pvgis geschaut..in Paderborn oben noch 700kWh/kWp, in Mittelfranken 750...und schon wäre ich am Gerüst:-) (hab beide Anlagen und die von einigen Kumpels in Eigenregie gebaut)

ebay..hmm ginge auch alibaba..kenne die Angebote..und kenne die Resultate...das Netz ist voll davon. Für A Sortierung zahlste einen Preis..und die Batterie soll ja halten...beisst sich bei derzeit 200/kWh.

Zur Technik, solltest erstmal definieren, WAS die Anlage können muss. Es nützt nix, wenn bei gepulsten Lasten wie Induktionskochfeld, manche Geschirrspüler etc pp jedesmal der Batterie WR aussteigt.Dessen Eigenverbrauch ist auch nicht ohne,je nach Modell
Also muss satt überdimensioniert werden. Notstrom zB reicht eine Phase..die muss aber via 1-0-2 Schalter umschaltbar sein., sonst raucht deine Elektronik bei manchen WR subito ab, wenn von aussen wieder Saft ankommt. Zum Thema Inselbetrieb, Notstrom und Batterietechnik gibts genügend Netzfunde...auch zu den Kosten. Versteh mich net falsch, Strom ist schon sauteuer, ich seh halt keinen Grund ausser den im ersten post genannten, den durch aktives Handeln noch teurer zu machen und das wird er definitiv mit Batteriebetrieb.Als mahnendes Beispiel dient nen Bekannter, okay der hat Steuer mindernd kalkuliert, ne E3DC mit 17kWh Batterie und 28kWp am Dach in 3 Richtungen plus Flachdach vom Carport mit Solaredge und Optimierern , der fängt quasi jeden Sonnenstrahl ein. (Die 60mille dafür will ich noch nichtmal rechnen, er hätte sonst den Betrag ans Finanzamt anderweilig verloren.)
Seine eigene Aussage, ab Oktober bis ca März ist Schluss mit lustig, dann bekommt er die Batterie nicht mehr voll und dann hat er mal auf Insel umgestellt..nach 1,5 Tagen ist Sense...und jetzt setz mal deine Angaben mit 7kW und 5kWh Batterie dazu in Relation, klingelts? Die Lastspitzen fängste mit Batteriebetrieb eh nicht ab

Also:definiere DEIN persönliches Lastenheft, was die Batterieanlage können MUSS und studiere andere Erfahrungsberichte.Meinen kennste ja jetzt :D

EDIT: zufällig drüber gestolpert

https://www.photovoltaikforum.com/threa ... enkfehler/

Da rechnet einer ne Batterie auf Null zu Null, also ROI nach siebzehn Jahren... :? Selbst die WR halten nicht so lange..

Sonnige Grüsse
Andreas
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dirktebie
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Re: Speicher Lösung selber bauen

Beitrag von dirktebie »

hallo,

die Anlage soll erst mal keine Insel-Anlage werden.
sonst ist der I-0-II Schalter klar nötig.

wie in dem Artikel oben beschrieben hat auch mein Haus die beschriebene Last bei Nacht.
wenn möglich soll diese natürlich ausgeglichen werden.

(und bitte keine finanz-Kalkulationen mehr, wie wann rechnet sich was, das bringt vom Thema ab).

Also, wie ich in der Eröffnung beschrieben habe, brauche ich erst mal ganz simpel den richtigen Laderegler, den man mit dem Raspi über Seriell(Rs232/RS485) oder Ethernet steuern kann. am liebsten nicht nur An-Aus, sondern auch die Ladeleistung im laufenden Betrieb stellbar.
So, wie ich es von FU's aus der Industrie zum Antrieb von Motoren kenne(!).

Auf der Netzseite benötige ich einen Grid-Inverter, der die Akku-Leistung nach Bedarf wieder in das Netz einspeist.
Diesen auch am besten nicht nur An-Aus, sondern auch die Leistungsabgabe im laufenden Betrieb einstellbar.

Ziel ist es, daß meine Software, die jetzt schon die Werte vom SMA-EM liest, entscheidet, wann und wieviel Leistung in den Akku geladen wird(Überschuß).
Genau so soll der Raspi entscheiden, wann der Inverter Leistung an das Netz abgibt, auch wieviel.

Das ganze kann man ja auch Filtern, indem man z.Bsp. in der Software sagt, der Überschuß muß schon >5s anliegen, um die Ladung zu aktivieren.
Genau so kann man auch festlegen, daß die Inverter-Leistung erst nach Bedarf >5s hochregelt.

wie gefragt, gibt es solche Geräte überhaupt.
oder können die alle nur An-Aus?

mbastian
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Re: Speicher Lösung selber bauen

Beitrag von mbastian »

Hallo, ich habe genau das gemacht was Du vorhast. ich habe mir in China LiFePo Akkus bestellt (16 Stück a 300 Ah = ca. 15 kWh), dann ein Rittal Schaltschrank an die Wand geschraubt und mit BMS u.s.w. versehen. Betreiben tue ich das alles mit 3 Studer Xtendern. Dadurch habe ich eine hohe Ausgangsleistung von 10.500 Watt (Dauerleistung) im dreiphasigen Drehstromnetz. Das ist übertrieben, es würde auch locker mit nur einem Studer Xtender gehen. Ich habe die Geräte aber sehr günstig gebraucht bekommen und deshalb gleich 3 genommen. Außerdem sind die Studer Inselfähig, das heißt ich brauche keine Netzspannung. Ich werde das ganze Projekt in nächster Zeit im Detail noch hier vorstellen, da es auch mit der Solaranzeige funktioniert und auch darüber geregelt wird. Vorab kann ich aber folgendes sagen: Das ganze ist günstig und in meinem Augen besser als eine Fertiglösung von der Stange. Dazu verschiedene Vorteile wie Belastbarkeit und Kapazität. Der Nachteil ist, das es unwahrscheinlich viel Zeit gekostet hat sich da rein zu arbeiten. Der Probelauf ist bestanden und alles funktioniert. Jetzt muss ich nur die Installation noch schön machen, dann ist es fertig und bereit für ein paar Photos und die Vorstellung hier.

Ein Tip für Leute, die so etwas bauen wollen. Was die Wechselrichter betrifft kommen nach meinen Recherchen nur 2 Hersteller in Betracht: Studer oder Victron. Die chinesischen Geräte Easun, Mppsolar und Co. funktionieren zwar auch, sind aber nicht so zuverlässig, zu laut und der Standbyverbrauch ist viel zu hoch. Habe ich alles ausprobiert und noch hier rum stehen.

Die Markenhersteller wie Kostal, Fronius, SMA und Co. haben ihre WR meist an bestimmte (teure) Batteriehersteller geknebelt. Das wollte ich nicht mit machen und teuer bezahlen, daher die Selbstbaulösung.

Gruß

Michael

dirktebie
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Re: Speicher Lösung selber bauen

Beitrag von dirktebie »

hallo,

hört sich gut an. ich bin gespannt auf die Doku !

hier das habe ich noch gefunden. hört sich erstmal interressant an.
1000W Version ca. 250€(ebay).
https://youtu.be/jPgWE-qQ3SE

CK66
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Re: Speicher Lösung selber bauen

Beitrag von CK66 »

Hallo

Ich hatte mit LiFePo4 Akkus zuerst von hier geliebäugelt https://shop.gwl.eu/Winston-40Ah-200Ah/
einschließlich den passenden BMS dazu.

Später ist mir dieser LiFePo4 Akkus aufgefallen https://www.eremit.de/p/12v-50ah-lifepo4-batterie
Vorteil Elektronischer Schutz gegen Kurzschluss, Überladung und Tiefentladung und parallel und in Reihe schalten wie ich es brauche!!!

Gekauft habe ich diese https://www.lithium-powerstore.de/eve-e ... 08kwh.html
Hauptgrund dafür war das Gewicht/Wh, da ich diese noch für einen elktr. Außenborder für ein Angelboot verwenden möchte.

Zum Zellenausgleich bzw Überspannung/Zelle habe ich das nachgebaut https://icplan.de/seite34/ die 4 A Balancer Version.
Unterspannung macht momentan ein Victron Energy SmartSolar MPPT Laderegler 100/20-48 über den Schaltausgang.
Davon sind 2 zum Laden an der Batterie parallel geschalten (momentan ist der Akku zu 24V zusammengebaut).
An 230V ist ein 330W Mikrowechselrichter angeschlossen parallel zur Batterie und Laderegler, der über den oben genannte Schaltausgang gesteuert wird.

Dann ist mir Solaranzeige über den Weg gelaufen, Raspi+Seriell Wandlere+Software=freuen!!!

Christian

dirktebie
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Re: Speicher Lösung selber bauen

Beitrag von dirktebie »

hallo,

interressant.

ich habe heute meine Akkus (16x120AH/3,3V) vom China-Mann bekommen.
Hab sie sogleich gemessen, 3,27V je Zelle-also vor-gelevelt.

jetzt brauche ich einen Laderegler, am besten, wie der Victron Phoenix Smart mit 230V/50Hz gespeißt.
Ich habe zwar eine PV Anlage mit 2 Strings, aber beide sind am SMA-Tripower angeschlossen.

Und ich möchte den Akku am liebsten mit 48V als ein Block laden.

Was kann ich dafür nehmen?
(Natürlich soll er günstig sein, und soll gerne wie der Victron sein)

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