Autarke Tanke für E-Auto

Die benötigte Hardware zum Nachbau. Bitte hier nur Hardware posten, die man auch selber ausprobiert hat. Nichts posten, nur weil es neu ist.

Moderator: Ulrich

Forumsregeln
Bitte nur Hardware posten, die man selber auch ausprobiert bzw. in Verwendung hat.
Antworten
meikel954
Beiträge: 7
Registriert: Do 29. Jul 2021, 17:59
Danksagung erhalten: 1 Mal

Autarke Tanke für E-Auto

Beitrag von meikel954 »

Nachdem ich zu Hause arbeite, und ein Tesla bzw. ein BMW i3S tagsüber eigenlich immer vor der Tür steht, habe ich beschlossen eine Inselnlage zu bauen, die nur das Auto lädt.
Ich wollte keine Reglementierung oder Gängelei durch Netzbetreiber/Gesetzgeber oder irgendwelche Bürokratie. Auch keine subventionierte Wallbox, die hinterher teurer wird weil der Elektriker sie einbauen muß und fernabschaltbar sein muß und und und. Keinne Bock darauf, ich mache mein eigenes Ding.
Die Basis war eine Guerillia Netz-Einspeiseanlage mit 5,2 KW, die wurde dann auf 9,5 KW (was die Panels angeht) erweitert.
Herzstück ist ein einphasiger Steca PLI-5000 Wechselrichter, der mit seinen 5 KW unterfordert ist, weil Tesla nur 16A = 3,68 KW Ladestrom pro Phase zulässt. Dieser speist eine Simple Wallbox von Pulsares, die < 300 Euro kostet. Diese Wallbox kann den Ladestrom von 6-16 A pro Phase mit einem Taster steuern. 1,2 oder 3-phasig ! Ein Raspberry 4 steuert die Grafana Anzeige und den Ladestrom. Das hat den Zweck daß die Batterien erst dann bemüht werden wenn nichts mehr geht. Lieber etwas weniger laden als unnötig Zyklen in der Batterie zu verballern.
Es sind 4 Stück 140 Ah AGM (in Summe 48V) Batterien. Eigentlich zu klein für die Anwendung, aber die Leistung muß vom Dach kommen ! Der Ladestrom ist auf 20 A begrenzt wegen der Lebensdauer. Entladen werden sie zudem nur zu 30%. Sie sind nur dazu da um kurz zwischen zu puffern und die Anlage bei Schwachlicht am Leben zu erhalten.
Die PV ist bewusst überdimensioniert, für die Tage an denen die Sonne nicht scheint. Das ist machbar, da der WR bei 3,8 KW Ausgangsleistung auch nur 3,8 KW (+ Verluste) von der PV in den WR fliessen. Wenn es mehr wird, bleibt die PV Leistung ungenutzt. Fast...
Denn ein kleiner 1 KW Netzeinspeise-WR wird zugeschaltet, wenn Überschuss ansteht. Der könnte auch grösser sein, aber zur Versorgung der Grundlast reicht es.
Eine Anmerkung zur Glühbirne im Schaltbild unten links. Der Tesla hat die Eigenheit, den Ladestrom langsam hochzufahren, das ist auch gut so. Wenn der WR aus dem Standbymodus (wichtig, da er sonst über Nacht Strom aus der Batterie zieht) erwacht, will er eine gewisse Last "sehen". Deshalb wird eine 100 W Glühbirne bei WR-Wiedereinschaltung über en Zeirelais 25 s lang zugeschaltet, bis Strom in das Auto fliesst.
Die Anlage läuft seit einer Woche problemlos. Heute wurden 20 KW/h in den Tesla geladen, gut für immerhin 120-150 Km. Für meine Anwendung ausreichend.
Natürlich ist das Ganze auf 3 x 3,8 KW dreiphasig KW erweiterbar, zwei zusätzliche WR und Steuermodule vorausgesetzt.

Keine Anlage für jedermann, das ist mir klar ! Aber wen es interessiert:

Und ein großes Lob an das Team hier, klasse Forum. Und an den Timo der mir mein Raspi vorkonfiguriert geliefert hat. :D
Im Anhang der grobe Plan, ohne Gewähr auf Korrektheit. Ich bin Elektiker aber kein technischer Zeichner. 8-)


Mike
PV Mike_SCH8.PDF
(159.13 KiB) 52-mal heruntergeladen
Die Wallbox: https://www.pulsares.shop/simplebox.html

andreas_n
Beiträge: 560
Registriert: Do 25. Jun 2020, 13:40
Hat sich bedankt: 15 Mal
Danksagung erhalten: 27 Mal

Re: Autarke Tanke für E-Auto

Beitrag von andreas_n »

Moin Mike,

da wird auf Teufel komm raus alles unternommen, koste was es wolle, den PV Bürokratismus(welcher eigentlich, ich hab nun 8te PV durch und hab den noch nicht gesehen) zu vermeiden und dann bauen manche Teile ein, die es nicht bräuchte und bauen eine "Insel" die gar keine ist um eine Schein(l)egalität vorzutäuschen...ich hab Bekannten, der will partout "seinen" PV Strom nicht verschenken (damals warens noch um die 8ct) und sitzt sprichwörtlich am Kabel und will jedes Elektron eigenhändig abwürgen.. :roll:

Ich werds nicht verstehen.

Du schreibst, Du bist Elektriker...vielleicht auch noch "eingetragener" beim VNB? Wenn nicht, gibts doch sicher den ehemaligen Meister,Kollegen,Chef etc pp, der diesen Antrag online stellt...vielleicht hats noch betagte Büros, die mit Lochscheiben und Schreibmaschine..aber ich denke, dass träfe bei deinem VNB eher nicht zu.
Das BEV durchgehend zu laden, ist selbst in diesem Sommer eine Herausforderung und im Winter ist eh Schluss. Die 4 Miniakkus reichen bei weitem nicht.Und wäre auch unwirtschaftlich.

Ich weiss nicht was Du tust, aber ich würde die Anlage ganz normal anmelden und die PW kann man sehen, "wie man damit umgeht".

Rechne mal die Rendite aus..auf 20 Jahre..UND, sollte das Solardach Pflicht werden, haste das Problem Anmeldung erneut an der Backe...bei vielleicht bis dahin keiner Einspeisevergütung mehr,niedriger wird sie auf alle Fälle sein...

Sonnige Grüsse
Andreas
9kWp S/SO > SMA Tripower (IBN 18.6.20) + 4kWp S/SW > Growatt MIN 3000 TL-XE (IBN 31.3.21) + 2kWp Süd -19° ELWA DC Warmwasser ("IBN" 9.5.21)
NAB 4kWp Erweiterung (30.9.21), NAB genehmigt 4.10.21

meikel954
Beiträge: 7
Registriert: Do 29. Jul 2021, 17:59
Danksagung erhalten: 1 Mal

Re: Autarke Tanke für E-Auto

Beitrag von meikel954 »

andreas_n hat geschrieben:
Di 10. Aug 2021, 08:34

Rechne mal die Rendite aus..auf 20 Jahre..UND, sollte das Solardach Pflicht werden, haste das Problem Anmeldung erneut an der Backe...
Sonnige Grüsse
Andreas
Wenn die Anlage an 150 Tagen im Jahr im Mittel 15 KW/h produziert, dann sind das 2,25 MW/h = 675 Euro im Jahr (0,3E pro KW/h vorausgesetzt.
Die Anlage hat mit gebrauchten panels und Eigenleistung keine 4000 Euro gekostet.
Wenn die PV Pflicht kommen sollte, dann wohl für Neuerrichtete Dächer. Dieses hier steht schon 20 Jahre.
andreas_n hat geschrieben:
Di 10. Aug 2021, 08:34
Ich weiss nicht was Du tust, aber ich würde die Anlage ganz normal anmelden und die PW kann man sehen, "wie man damit umgeht".
Ich schrieb doch daß ich das nicht will !

Mike

meikel954
Beiträge: 7
Registriert: Do 29. Jul 2021, 17:59
Danksagung erhalten: 1 Mal

Re: Autarke Tanke für E-Auto

Beitrag von meikel954 »

andreas_n hat geschrieben:
Di 10. Aug 2021, 08:34

Das BEV durchgehend zu laden, ist selbst in diesem Sommer eine Herausforderung und im Winter ist eh Schluss. Die 4 Miniakkus reichen bei weitem nicht. Und wäre auch unwirtschaftlich.
Das Auto muß nicht durchgehend Laden. Zum einen wird der Ladestrom der Einstrahlung angepasst, zum Anderen kann die Anlage selbsttätig das laden beenden und wieder starten. Die Batterien decken kurze Verdunklungen wie Wolken ab.

Mike

Antworten