Steca Solarix PLI48-5000 mit SLPO48-200

Welche Geräte sollen noch implementiert werden?
Was sollte man ändern / verbessern / ergänzen an der Solaranzeige? Hier kann Jeder seine Ideen einbringen.
Außerdem steht hier, woran gerade gerbeitet wird.

Moderator: Ulrich

Forumsregeln
Wenn neue Geräte implementiert werden sollen ist die Protokollbeschreibung der Schnittstelle vom Hersteller Voraussetzung.

Bitte nur konkrete Ideen hier eintragen und in jedem Beitrag bitte nur eine Erweiterung / Änderung, damit das Ganze noch überschaubar bleibt. Ein ganzes Sammelsorium von Ideen in einem Thread ist zu unübersichtlich. Nicht alles kann und wird auch verwirklicht werden.
Lengefelder
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Steca Solarix PLI48-5000 mit SLPO48-200

Beitrag von Lengefelder »

Hallo,

ich nutze 2 Steca Solarix PLI48-5000 https://www.steca.com/index.php?Steca-S ... ctdownload parallel an 2 SLPO48-200 https://sunstonepower.de/lithium-akku-48v-200ah.html. Blöd ist, bei 51V zurück auf Netzstrom haben die Akkus noch ca. 7% Kapazität. Bei 52V sind es noch über 50%.

Eine Rückfrage an den Support bei Steca fiel enttäuschend aus. Man will es den Entwicklern mitteilen, doch bitte die Auswahl der Netzrückkehrspannung auch in Zehnerschritten zu ermöglichen. Schuld sei ich, weil ich nicht der Empfehlung von Steca gefolgt sei und die damals erheblich teureren Pylontech gekauft habe, denn diese seien freigegeben für den Solarix. Meine SLPO48-200 eben nicht...

Da ich von Steca in nächster Zeit keine Lösung erwarte (falls überhaupt?), stelle ich hier mal die Frage, ob einer eine Möglichkeit sieht, den Wert der Batteriespannung zu überwachen und bei ca. 51,4V (entspricht 20%) den Befehl an den Solarix sendet, schalte um auf Netzstrom? Betreibe solaranlage auf einem Raspberry Pi4 mit 4GB RAM.

Stehe für weitere Fragen/Vorschläge gern zur Verfügung.

VG aus Lengefeld

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Ulrich
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Re: Steca Solarix PLI48-5000 mit SLPO48-200

Beitrag von Ulrich »

Man könnte die Batteriespannung mit einem Shelly1 messen und dann den Wechselrichter damit umschalten.
Den Shelly1 mit Tasmota Firmware gibt es für 24-60 Volt DC
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Ulrich [Admin]

teutocat
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Re: Steca Solarix PLI48-5000 mit SLPO48-200

Beitrag von teutocat »

Hallo Lengefelder,
wie es scheint sind deine Steca sehr ähnlich, wenn nicht sogar baugleich, zu den Voltronic AXpert, MPPSolar PIP oder Effekta AX. Falls du es noch nicht kennst, es gibt ein paar sehr clevere Entwickler die eine alternative Firmware für diese WR gebaut haben die genau dein Problem lösen müsste.
Schau doch mal hier:
http://forums.aeva.asn.au/viewtopic.php?t=4332
Da solltest du mal zuerst den FAQ-Bereich lesen, aber das ganze Forum ist insgesamt sehr interessant.

Lengefelder
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Re: Steca Solarix PLI48-5000 mit SLPO48-200

Beitrag von Lengefelder »

Hallo,

vielen Dank für beide Antworten.

Firmware Update ist leider immer mit einem Risiko verbunden. Da aber bei beiden Solarix die Garantie runter ist, wäre es eine Überlegung wert. Das lese ich mir auf jeden Fall mal durch. War mir nicht bekannt. Danke!

Wenns kompliziert und gefährlich wird, nehme ich dann doch lieber die Variante mit dem Shelly1. Leider weiß ich bei dem aber nicht, wie ich damit die Solarix umschalten könnte? Ein Relais könnte man ja auch am Raspberry Pi 4 anschließen, dass bei einer bestimmten Batteriespannung umschaltet. Wie aber überzeuge ich dann den Solarix, es auch zu machen?

VG aus Lengefeld

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Re: Steca Solarix PLI48-5000 mit SLPO48-200

Beitrag von Ulrich »

Dazu benötigst Du ein kleines PHP Programm, was das dann macht. Bei Bedarf melde dich per eMail.
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Ulrich [Admin]

teutocat
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Re: Steca Solarix PLI48-5000 mit SLPO48-200

Beitrag von teutocat »

Hallo Lengefelder,

wenn du die Umschaltung (nur) von der Batteriespannung abhängig machen willst, dann ist die angepasste Firmware definitiv die beste Lösung, da sich die ganze Logik im WR befindet und du nicht auf externe Geräte angewiesen bist damit dein System funktioniert (keep it simple and safe). Das Firmware-Update ist garnicht so komliziert. Du brauchst nur einen WIndows-PC und ein USB-RS232-Adapterkabel da das Update nicht über den USB-Anschluss am WR direkt funktioniert. Und du muss aufpassen dass sich der PC nicht während des etwa 5min. dauernden Flash-Vorgangs abschaltet. Ich habe 3 dieser WR geflasht und es hat problemlos funktioniert.
Die allerbeste Lösung wäre aber nicht spannungsgesteuert umzuschalten sondern SOC-gesteuert. Dazu müsstest du aber das BMS deiner Akkus auslesen können. Entsprechende Schnittstellen scheint es ja zu geben (RS458 und CAN). Dafür bräuchtest du dann natürlich wieder einen externen Rechner (z.B. den Raspberry Pi den du schon für Solaranzeige benutzt). Die Umschaltung auf AC-Ladebetreb solltest du dann aber auch nicht per Relais machen (ich wüsste auch nicht wie das damit funktionieren sollte ohne in den WR direkt einzugreifen) sondern du kannst einfach Befehle an den WR schicken für die Umschaltung. Das ist ja auch bereits in Solaranzeige implementiert, da brauchst du das Rad nicht neu zu erfinden.

Lengefelder
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Re: Steca Solarix PLI48-5000 mit SLPO48-200

Beitrag von Lengefelder »

Hallo teutocat,

stimmt, das Flashen dauerte lange. Musste beide Solarix auf eine einheitliche Firmware Version flashen, weil ich sie parallel betreibe.

Wie sieht nach dem Flashen der Programmpunkt 12 aus, falls es dann noch der Programmpunkt 12 ist? Bei mir kann ich halt nur volle Spannung einstellen mit 51V (ca. 7% Kapazität) oder 52V (über 50% Kapazität, was nicht viel Sinn macht). Kann ich genau dort z. B. 51,4V einstellen? Das wäre für mich der einzige Grund zum Flashen. Ich würde halt gern wie vom Hersteller empfohlen bei 20% umschalten lassen.

VG aus Lengefeld

teutocat
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Re: Steca Solarix PLI48-5000 mit SLPO48-200

Beitrag von teutocat »

Der Punkt 12 hat bei 74.40e noch die selbe Bedeutung und lässt sich weiterhin nur in vollen Volt-Schritten verstellen. Das ist zwar bei dem geringen Spannungshub von LiFePO4 nicht optimal, aber eigentlich auch kein großes Problem.
Ich wundere mich aber darüber dass bei dir bei 51V nur noch 7% SOC sein sollen. Wie viele Zellen hat hat denn ein Batterieblock SLPO48-200 ? Nennspannung müsste doch auch 48V sein und dabei sollte der Akku nicht schon fast leer sein. Basiert deine Aussage auf deinen Messungen oder auf der Doku des Akkus? Kann man die Doku irgendwo herunter laden?

Lengefelder
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Re: Steca Solarix PLI48-5000 mit SLPO48-200

Beitrag von Lengefelder »

Hallo teutocat,

da ist doch je ein Display vorn dran, wo man die Gesamtspannung oder auch die einzelnen Zellen (sind 16 Stück = 51,2V) prüfen kann. Gegenprobe mit Digitalvoltmeter ergab keine Abweichung bei der Gesamtspannung.

Ja mit den 7% ist leider so. Vom Prinzip her sollte es den LiFePo4 nichts ausmachen. Hersteller empfiehlt nur bis 20%. Aber vielleicht auch nur, damit man auf die 6000 Ladezyklen kommt? Ich will sie keinesfalls sterben lassen durch Tiefenentladung. Seltsam finde ich, dass erst bei 40V automatisch abgeschaltet wird. Wäre noch ein weiter Weg von 51V bis 40V...
SLPO48-200.pdf
(1.73 MiB) 107-mal heruntergeladen
Da aber die Displays übereinstimmen mit den Werten, sind sie alle falsch geeicht oder zeigen halt alle wirklich nur echte 7% an?

Das mit der Firmware im Solarix kann ich mir jedenfalls sparen, denn es bringt mich leider kein Stück weiter. Wäre auch zu schön gewesen...

Sinnvoll erscheint mir in dem Fall, da der Raspberry Pi 4 mit solaranzeige jede Minute sowieso die Daten in die Datenbanken schreibt, man gleichzeitig die Spannung der Batterien überwacht und bei ca. 51,4V den Befehl zum Umschalten auf Netzstrom an den Solarix Pli sendet?

VG aus Lengefeld

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Re: Steca Solarix PLI48-5000 mit SLPO48-200

Beitrag von teutocat »

Jetzt habe ich es verstanden.
Das Pack besteht aus 16 Zellen in Serie, daher die höhere Nennspannung von 51,2V. Bei den üblichen 48V-Packs sind es ja 15 Zellen in Serie.
Ich finde es trotzdem sehr ungewöhnlich dass bei 0,2V unterhalb der Nennspannung nur noch 7% SOC sein sollen. Ich würde an deiner Stelle mal einen kompletten Entladevorgang mit einer definierten Last machen um das zu überprüfen. Dieses Produkt ist ja scheinbar nicht so häufig im Einsatz als dass andere schon irgendwo Erfahrungswerte veröffentlicht haben.

Wenn du aber die Netzumschaltung mit dem RPi machen willst, dann würde ich irgendwie versuchen das BMS auszulesen und dann den SOC für den Schwellwert verwenden und nicht die Spannung.

Vom Preis her ist der SLPO48-200 ja sehr interessant, ich wundere mich dass das Teil nicht populärer ist.

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