* Projektentwicklung & Denkfabrik zur Steuerung *

Projektleiter ist "brunnema" (Martin)

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brunnema
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Re: * Projektentwicklung & Denkfabrik zur Steuerung *

Beitrag von brunnema »

Hi Alex,

prima und danke - dann werde ich das mit deinem Einverständnis evtl. mal so als Vorlage nutzen und auf unser Setup hier umstellen ?
Vielen hilft es eine Zeichnung / Bildern zu sehen, werde dann auch noch Kabeltypen mit angeben.

Übrigens, wenn du natürlich eine Funkstrecke wie die Bsp.im Code schon integrierte HF2211 WLAN Funkbrücke zum laufen bekommst - wäre das Prima, was wir durchaus für viele Interessierte hier aufnehmen können.
Nach meinen Recherchen - müsste das diese hier sein:
https://www.amazon.de/Serieller-Netzwer ... B089YTBX35

Es kann schon eine Herausforderung sein, wie auch bei mir das RS485 Datenkabel vom Smartmeter zur Steuerung/PV Einspeisung, einmal "quer durch das Haus" zu ziehen. Das Problem ist halt, dass die Funkstrecke auch stabil sein muss, sonst klemmt ständig die Regelung.

Kleiner Nachsatz - das Projekt is ja genau der Ansatz einer geclonten "Grossanlage" und wir wollen ohne die "basteltypischen" Ansätze mit verlustbehafteten Wandlern, Tag / Nacht Umschaltung, festen Einspeisewerten etc. auskommen.

Das Ziel ist es maximal effizient und wirtschaftlich zu sein!

Wie in einem der vorherigen Beiträge erläutert, kann wohl der Growatt auch tatsächlich über die Smartmeter Adress ID2 eine 3 Phasige 0-Einseisung.
Das Problem daran ist dann aber wieder, wie macht man das mit dem Batteriebetrieb und einer Anbindung der Solaranzeige als Steuerung??
Man möchte ja keine parallelen Setups (wie ein Balkon und "Batteriespeise-Einheit" aufbauen und entweder oder betreiben, sondern alles in einem System, dass auch ein vernünftiges Monitoring an Board hat.

Genau hier setzt wieder der große Vorteil unseres Projekts an, denn es dürfen dann durchaus mehr als 3 PV Module sein,
weil man einerseits aus den PV Modulen den Growatt für den Tagesbetrieb speist und parallel auch noch die Batterie für den Nachtbetrieb voll bekommen muss - somit kann man aus dem einen System ohne Eingriffe eine Vollautomatische 0-Einspeisung realisieren, die bestenfalls mit ausreichend Akkupower 24/7 läuft - zumindest März - September, das sollte das Dimensionierungsziel sein :)

VG Martin

hirscal
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Re: * Projektentwicklung & Denkfabrik zur Steuerung *

Beitrag von hirscal »

Hi Martin,

ja du kannst meine Grafiken gerne modifizieren und anpassen.
Wir haben ca. 5-7 kWh Verbrauch pro Tag und da reichen die aktuellen 3 Module mit meinem 4,2 kWh Speicher für unsere Begebenheiten aus.

Ich werde es mit folgender 433 MHz Funkbrücke versuchen:
https://de.aliexpress.com/item/10050041 ... pt=glo2deu

Mal schauen, ob es mit dem RPI zusammen klappt. Ich halte euch dazu auf dem Laufenden.

Gruß Alex

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brunnema
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Re: * Projektentwicklung & Denkfabrik zur Steuerung *

Beitrag von brunnema »

oja, die Funkbrücke habe ich auch gesehen,
das wäre interssant!
Hier nutzt du ws 2 Stück und machst Ende zu Ende RS485 über 433MHz Funk.

Die mögliche Reichweite und wie weit man durch Stockwerke kommt wäre interessant, wenn hierzu auch jemand Erfahrungen hat.

Welchen RS485 Adapter nutzt du am RPi?
Ich könnte Waveshare RS485 empfehlen, wenn man in diesem Falle keine galvanische Trennung benötigt.

Für alle anderen Fälle muss man überall auf eine galvanische Trennung in den Kommikationsleitungen zum RPI achten!
Hierzu stelle ich später mal noch eine Liste der genutzten Komponennten zusammen.

VG Martin

hirscal
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Re: * Projektentwicklung & Denkfabrik zur Steuerung *

Beitrag von hirscal »

Hi Martin,

also die Drahtkommunikation zwischen Growatt MIC TL-X 600 und dem Eastron 72D funktioniert und alles wird in der Growatt-App erkannt, wenn man die Adresse des Zählers auf 002 stellt, Baudrate auf 9600, Parity None, stop bits 1.
Wenn ich die Funkmodule dazwischen schalte, dann wird instant die Fehlermeldung "401 - Meter Abnormal" ausgespuckt und in der Growatt-App tauchen dann nach und nach in Summe 4 Zähler auf, welche aber alle keine Messwerte zurückgeben.
Das Telefonhörersignal ist im Zähler zu sehen, was schon mal auf eine Kommunikation hindeutet. Ich vermute mal, dass das jetzt nur ein Kommunikationsproblem und kein Hardwarethema ist.

Zwecks Reichweite der Funkstrecke sagt das Datenblatt bis zu 500m ohne Hindernisse. Bei mir gehts durch eine Deckenetage und funktioniert super.
Ich habe mal die Anleitung des Funkmoduls mit angehangen.

EDIT: Die Funkmodule funktionieren per Test über USB --> Funk zu Funk --> Zähler und es lassen sich über die EASTRON SOFTWARE Werte ausgeben.

PS: Ich werd den Waveshare nehmen :-)

Weiteres folgt.

Gruß Alex
Dateianhänge
RT18A01 manual.pdf
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brunnema
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Re: * Projektentwicklung & Denkfabrik zur Steuerung *

Beitrag von brunnema »

Hallo Alex,
Vielen Dank für das Teilen deiner Infos,
das gibt allen Hoffnung, die Mini-PV auch ohne feste Verdrahtungsmöglichkeit in den Zähkerschrank nutzen zu können!

Ich lasse dir noch die Beta-Version des Mig72D zukommen, dann kannst du es an Solaranzeige hängen und uns weiter Berichten. :)

VG Martin.

WulleOnTour
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Re: * Projektentwicklung & Denkfabrik zur Steuerung *

Beitrag von WulleOnTour »

Moin Brunnema,

danke für die ausführliche Antwort. Ich weiß nicht wo die Zeit hin ist, einfach zu viele Projekte am laufen :shock:

Also gut zu wissen das man den Growatt schon steuern kann. Vielleicht bekommen war mal einen Videocall hin, ich könnte jetzt stunden lang Testen und versuchen, aber mit einen experten geht das sicher deutlich schneller. Bin in der Materie nicht drin :roll:

Bei mir sieht es aktuell so aus, das ich mir peer Mqtt die Leistung über SmartSteckdosen zukommen lass. Das ganze via nodered auf der Solaranzeige in eine Datenbank schreibe. Das ganze funktioniert bei mir im 10 Sekunden Takt. Schneller lässt Tasmota die Übertragung nicht zu. Das ganze passiert mit 5 Steckdosen, 4 davon immer fest und die 5, da wo sie grade gebraucht wird. Über Nodered lasse ich auch meinen TV oder auch meine Alexa anpingen, alles gerät die nicht immer an sind, aber einen relativ gleichmäßig Stromverbrauch haben. Diesen wert kann ich in nodered einbinden und später hinzurechen. Natürlich hängen diese Geräte nicht an der Smarten Steckdose.
Es wird halt kein SmartMeter oder shelly3Em in den Sicherungskasten geben. Einfach aus dem Grund, da dieser im Hausflur ist. Wäre der Sicherungskasten in der Wohnung, würde meine Entscheidung wahrscheinlich anders fallen.

Auf ein gutes gelingen :-)

ps. Kann mir einer Sagen wie der Stecker heißt ? Also der am Growatt MIC 600TL-X für die RS485 Verbindung gebraucht wird !
Schon erledigt (SYS COM Port)

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brunnema
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Re: * Projektentwicklung & Denkfabrik zur Steuerung *

Beitrag von brunnema »

Hallo WulleOn Tour und Community,

ich sehe ja gelegentlich deine schönen YTube Videos, von daher kenne ich dein Setup:)

Hier möchte ich aber erwähnen, dass es genau das Ziel der Mini-PV ist, von den ganzen einträchtigen bastel und fixen Einspeiselösungen weg zu kommen!

Die Mini-PV soll in der Lage sein, den realen Hausverbrauch (bis 600W Leistung) auf 0 Watt (bzw. setpoint einstellbar) VOLLAUTOMATISCH auszureglen.
Es ist nicht vorgesehen, dass hier Geräte umgesteckt, geschalten oder sonstige Tag und Nachtbetriebe aktiviert werden und m.E. auch nicht notwendig.

Für die Kontrolle des Haus-/Wohnungszählers kommt man bei diesem Setup leider nicht um eine "Erfassungseinheit" herrum. Diese sind bei uns derzeit noch festverkabelte Eastrom Smartmeter mit RS485 Anbindung.
Alex testet derzeit eine Funkstrecke per RS485 Konverter.
Es gibt aber auch ein in der Solaranzeige suportetes WLAN gateway, was man mal testen könnte und für jemand, der am Zählerkasten gar nichts machen kann oder darf, bestünde die Möglichkeit hier evtl. einen Shelly 3EM per Stromsensoren, die nur um die Leitungen geklipst werden und ins WLAN funken, sich zu behelfen.

Vielleicht kann dass jemand mal mit Shelly 3EM und Solaranzeige testen?

Man müsste Wissen, wie schnell und stabil die Werte im Solaranzeige Zyklus/Log geschrieben werden.

Derzeit baue ich an Speichern und warte auf endlich besseres Wetter, um die PV-Module auf das Dach zu bekommen.

Werde demnächst mich dann um die Solaranzeige Software und Doku kümmern, dass es per Update der Solaranzeige schon mal Grundsätzlich verfügbar ist.

VG Martin

max96
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Re: * Projektentwicklung & Denkfabrik zur Steuerung *

Beitrag von max96 »

Hallo Martin,

erstmal vielen Dank an dich und alle die an der Projektumsetzung beteiligt sind. Genau das habe ich gesucht.
Kannst du schon Genaueres sagen, wann das Image veröffentlicht wird?
Funktioniert das auch mit dem IAMMETER WEM3080T?
https://de.iammeter.com/products/three-phase-meter

Ansonsten müsste ich noch einen zusätzlichen Smart-Meter kaufen.

Beste Grüße
Maximilian

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brunnema
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Re: * Projektentwicklung & Denkfabrik zur Steuerung *

Beitrag von brunnema »

Hallo Maximilian,

soweit ich weis ist dein Smartmeter nicht in der Solaranzeige integriert, dies müsste jemand machen.

Von den Daten her sollte es Theoretisch möglich sein, da er von der Funktion dem bereits implementierten Shelly 3em sehr ähnlich wäre.

Mit Raspberry/Linux/PHP Kenntnissen lässt sich sowas dann auch als Hausanschluss-Messtelle für die MiniPV Steuerung nutzen, die ja quasi als Erweiterungsmodul in der Solaranzeige von mir und Solarheli entwickelt wurde.

Derzeit haben wir wie bereits vorgestellt,
als Batterie Laderegler Victron Smart Solar am Laufen, Smartmerter sind Eastron SDM72 oder SDM630 und zwingenderweise ein Growatt MIC 600 oder 750er.

Ein Pilot läuft bei Solarheli und meine LAB Umgebung befindet sich gerade in der Wandlung zur Dachanlage, bei der nur noch die Montage der PV Module fehlen...

Geplant ist dann die Inbetriebnahme und Abschlusstestphase.
Danach folgen letzte Anpassungen, Software Module soweit sauber zusammenstellen und diese von Ulrich sichten lassen, sodass vieles oder alles Packetiert werden kann. Zum Schluss noch eine Dokumentation und gesanmelte Erfahrungen.
Ab dann sollte es mit unseren genutzten Komponenten nachbar sein. Es ist natürlich von Vorteil wenn man sich mit Raspberry und der Solaranzeige selbst etwas befasst, das ist kein reines Anfängerprojelt und erfordert schon die ein oder anderen Skills.
Es ist beispielsweise auch noch offen, welche und wie man bspw. gekaufte 16S oder grösser daran betreibem kann, wenn man nicht einen Speicher selbst baien möchte. Problem ist derzeit, dass nur Daly BMS vorhanden war und von uns das JK BMS noch in Solaranzeige implementiert wurde.
Wenn jemand einennSpeicher kauft und sas darin verbaute BMS mit bspw. CAN Bus oder weiterer RS485 / 232 Schnittstelle zum fliegen bekommt, wäre es um so besser.
Ich möchte die Kosten und Aufwand derzeit nicht investieren, da ich meine Speicher nun auch für Freunde lieber auf JK BMS selbst baue und weis, wie das gemacht ist und dass es funktionriert.
Überlegung wäre auch 18S Speicher zu bauen, da somit die Vollen 750W des Growatt an Einspeiseleistung abrufbar wären. Bedenkt, das alle MICs an die Strombegrenzung von 13A gebunden sind!

Derzeit läuft auch ein MIC 750 an 2.4kWp ohne Probleme als Erzeugungsanlage, solange der Batteriespeicher nicht fertig ist und wird dann im 2. Step auf die MiniPV Steuerung umgerüstet.
Sinnvoll ist das natürlich nur solange, dass sowieso ein Speicher kommen soll. Der Wechselrichter erreicht morgens bereits oft volle 750W Leistung und beendet das gegen Abend wieder...
Sinn der MiniPV Steuerung ist ja wienwir das planen, dass man nur ein System hat an dem mannweder irgendwas umschalten noch gesplitet laufen lassen muss... Jede kWh der PV Module geht entweder in die Batterie oder in den direkten Hausverbrauch am Growatt ind das Spiel geht nach Sonnenuntergang mit dem Growatt besrenfalls 24/7h weiter, da ja die Batterie parallel im Tagesbetrieb geladen wurde bzw. diese auch schon mal bei Schlechtwetter tagsüber auch durchaus mit zur PV zuspeist.

Ich kann es nur immer wieder wiederholen, dass dieses Setup Quasi wie eine 5kw oder grössere Anlage mit Speicher funktioniert, der einzige Unterschied ist die einspeisbare 600 bzw. bis zu 750W Verbraucherleistung.
Bei grösseren Verbrauchern wird selbstverständlich anteilig die Leistung dazugespeist, der Rest komm nahtlos aus dem Stadtnetz dazu, es gint hier kein entweder oder bzw.Inselbetrieb.

Es ist damit durchaus der jährliche Stromverbrauch halbierbar wenn man von 2000kWh eingepeister PV Erzeugung ausgeht.

VG Martin

solarfanenrico

Re: * Projektentwicklung & Denkfabrik zur Steuerung *

Beitrag von solarfanenrico »

brunnema hat geschrieben:
Mi 12. Apr 2023, 00:13
Hallo Maximilian,

---------
Derzeit läuft auch ein MIC 750 an 2.4kWp ohne Probleme als Erzeugungsanlage, solange der Batteriespeicher nicht fertig ist und wird dann im 2. Step auf die MiniPV Steuerung umgerüstet.......
VG Martin
Hallo Martin,
ich verfolge diesen Thread schon eine ganze Weile. Auch finde ich es sehr interessant, weil es ausbaufähig ist. Es ist keine böse Kritik.
Wenn man rein von der PV-seitig Spannung angeht stimmt es, da kann man 450Volt dranlegen. 2,4kWh sind 6 X 400Wp, das entspricht knapp 200 V auf DC. Es ist also im Rahmen. Das sind aber mehr als 10 A. Habe ich da irgendeinen Denkfehler, oder sind die Growatts wirklich so robust?
Da ich ich Growatt-WR verwende kenn ich die Parameter, welche vom Hersteller empfohlen werden.
Verträgt ein MIC750 wirklich 2,4kWp bei voller Einstrahlung. LT. Datenblättern sollte man hier minimal einen MIC1500 betreiben. Wo geht die Mehrleistung hin, bzw. welche Komponenten könnten doch irgendwann überlastet werden?
Enrico

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