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Tips und Tricks

Kabel für den solarXXL Regler Tracer2210A und für den Micro-Wechselrichter von AEconversion z.B. INV250-45

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USB-Nano-485

Die Regler der Tracer Serie von solarXXL funktionieren mit dem Raspberry Pi nicht mit dem gleichzeitig lieferbaren RS-485 Kabel. Dieses Kabel hat einen XR21B1411 Chipsatz der mit dem „normalen“ Seriellen Treiber des Raspberry nicht zusammenspielt. Für den Raspberry benötigt man einen RS-485 Konverter, der einen FTDI Chipsatz hat. Dieser ist wesentlich teurer, beinhaltet aber auch mehr Funktionen. Wer also einen Regler der Firma solarXXL mit dieser Anzeige zusammen laufen lassen will, muss zusätzlich ein Kabel mit FTDI Chipsatz kaufen.

Die Micro Wechselrichter der Firma AEconversion (z.B. INV250-45 oder INV 350-60) liefern genau dieses Kabel, man kann es aber auch selber herstellen. Das Kabel ist genau das Gleiche wie hier beschrieben, nur die benutzten Adern sind andere. Bitte den Artikel genau durchlesen. Dort sind die Unterschiede beschrieben.

Die Kabel gibt es für ca. 40,- Euro bis 90,- Euro. Ich beschreibe hier die preiswerte Variante. Es gibt von der Firma CTI GmbH einen RS-485 Konverter mit der Bezeichnung USB-Nano-485. 100_5390

Der Konverter hat 3 Schraubklemmen. Die Verbindung zum RJ45 Port des Reglers muss man selber herstellen. Das ist aber ganz leicht. Man nimmt ein Patch Kabel und schneidet es in der Mitte durch. Das Kabel hat 4 verdillte Adern in den Farben:  Orange, Blau, Grün und Braun.
RJ45Wenn man direkt auf die Kontakte schaut ist die Zählweise von links = 1 nach rechts = 8 Die Farben sind:

 

  1. orange/weiss
  2. orange
  3. grün/weiss
  4. blau
  5. blau/weiss
  6. grün
  7. braun/weiss
  8. braun                                       siehe: Kabelbelegung
USB-nano-485

Tracer Serie.  Praktisch ist das optional erhältliche Steckergehäuse. Mit 6,- € aber auch unverschämt teuer.

Für die Tracer Serie von Solar xxl benötigen wir nur die Adern blau, blau/weiss und braun. Diese 3 Adern werden an die Schraubklemmen des USB-nano-485 wie auf dem Bild angeschlossen. Blau außen an Klemme B blau/weiss in der Mitte an Klemme A und das braune Kabel an Klemme X.

Kabelbelegung

Kabelbelegung Micro Wechselrichter von AEconversion

Für die Micro Wechelrichter der Firma AEconversion benötigen wir die Adern grün, grün/weiß und braun. Diese 3 Adern werden an die Schraubklemmen des USB-nano-485 wie auf dem Bild angeschlossen. Grün/weiß außen an Klemme B, grün in der Mitte an Klemme A und das braune Kabel an Klemme X.

Achtung! Die Farben genau an die richtige Klemme anschließen. Wird z.B. A und B vertauscht, funktioniert das Kabel nicht.

Laut AEconversion kann dieses Patchkabel bis zu 1000 Meter lang sein. Wird wohl die theoretische Länge sein…  Für den Konverter gibt es noch ein Kabelgehäuse wie auf dem Bild zu sehen. Das sollte man direkt mit bestellen, dann ist der Anschluss gut geschützt. Mehr ist nicht zu tun. So hat man ein relativ preiswertes Konverterkabel mit den RJ45 Anschlüssen:

MODBUS kabel

Das Fertige Kabel mit dem Konverter und USB sowie RJ45 Anschluss

Bei der Tracer Serie von Solarxxl:
Pin 4 + 5 = B und A Anschluss des MODBUS sowie PIN 8 = Ground. Die Schalter auf dem Konverter braucht man nicht zu verändern.

Bei dem Micro Wechselrichter von AEconversion:
Pin 3 + 6 = B und A Anschluss des MODBUS sowie PIN 8 = Ground. Die Schalter auf dem Konverter alle auf „ON“ stellen bis auf „Echo“. „Echo“ muss „OFF“ sein.

Wenn man das Kabel mit dem mitgelieferten Windows Programm ausprobieren möchte, muss auf jeden Fall der Schalter „Echo“ auf off sein! So ist auch der Auslieferzustand.

 


 

USB Ladekabel, welches auch wirklich mehr als 2 Ampere liefer kann.

Es taucht immer wieder das Problem auf, dass das 5 Volt Netzteil nicht die nötigen 1,5 oder 2 Ampere für den Raspberry Pi liefert, oder für ein Handy im Auto, was als Navi dient. Das Handy im Auto oder der Raspberry Pi 3 in Verbindung mit einem 7″ Touchscreen benötigt schon ca. 2 Ampere. Liefert das Netzteil bzw. der KFZ Adapter nicht genügend Strom, so blinkt bei dem neuen Raspbian Betriebssystem ein gelber Blitz rechts oben auf dem Bildschirm oder die Batterie im Handy wird immer schwächer. Zuerst dachte ich auch, dass es das Netzteil ist, aber weit gefehlt. Die Ursache war das USB Kabel. Sofort kontrollierte ich alle meine USB Kabel und stellte fest, dass 9 meiner 11 Kabel nicht die nötigen 2 Ampere durch ließen. Darunter waren auch 2 USB Kabel die ich speziell als „USB Ladekabel“ gekauft hatte.

Abhilfe musste her. Bei Conrad.de  fand ich folgende Teile:

USB Micro Stecker mit konfektioniertem Kabel TlNr. 458032
USB Typ A Stecker  TlNr. 747013
USB Stecker Haube  TlNr. 747037

Die Teile gibt es bestimmt auch bei anderen Firmen. Mit diesen 3 Teilen kann man sich selber ein USB Ladekabel löten, was locker 3 Ampere durchläßt. Ich habe gleich einmal 3 Stück gebaut und ausprobiert und bin begeistert. Das Kabel ist 1,80 m lang, kann aber auf jede Länge gekürzt werden. So kann man sich ein Kabel basteln, was genau die richtige Länge hat. Der gelbe Blitz taucht mit diesem Kabel in keinem Fall mehr auf.

Bau des Kabels.

Bau des Kabels.

Auf dem Bild ist sehr schön zu sehen, wie die beiden Kabel an den USB Stecker gelötet werden. Rot ist Plus und muss an Kontakt 1, Schwarz ist Minus und muss an Kontakt 4

Die Kontakte 1 + 4 sind jeweis die äußeren Kontakte.

gelöteter USB Typ A Stecker

gelöteter USB Typ A Stecker

Übersicht

20151207_10 Vorab: In diesem Blog ist beschrieben, wie Sie die Solaranzeige nachbauen können. Natürlich wird es die eine oder andere Frage dazu noch geben. Dafür habe ich ein FORUM eröffnet, in dem Sie Fragen, Anregungen, Änderungswünsche usw. eintragen und vor allem die nötige Software herunter laden können. Um im FORUM Eingaben machen zu können, müssen Sie sich registrieren. Falls Sie als Händler / Installateur diese Anzeige für Ihre Kunden bauen möchten, melden Sie sich bitte. Ich unterstütze auch Firmen beim Nachbau und Betrieb des Systems.

Welche Möglichkeiten der Anzeige bieten sich?

  1. Die lokale Version. Hier wird der Rechner (Raspberry Pi) direkt hinten auf den Monitor geschraubt und dann in der Nähe des Solarreglers installiert. Der Abstand von Regler zu Monitor ist durch die maximale Länge eines USB Kabels begrenzt. Ein Internetanschluss wird nicht benötigt. Praktisch ist ein Mehrfachstecker mit integrierter USB Stromversorgung, wie der Würfel auf dem Bild. Die Größe der Anzeige beginnt bei 1025 x 768 Pixel = 15″ Bildschirm und kann so groß sein wie es Monitore / Fernseher gibt.
  2. Die lokale Version mit remote Zugriff aus dem lokalem Netzwerk. Es wird kein Internet Zugang benötigt, es muss aber ein lokales Netzwerk vorhanden sein. (WLAN oder Ethernet Kabel) Dabei wird der Rechner (Raspberry Pi) direkt neben dem Solarregler installiert und mit dem lokalem Netzwerk über Kabel oder WLAN verbunden. Innerhalb des lokalem Netzwerks kann dann jeder Browser benutzt werden um die Anzeige darzustellen. Bei den aktuellen Routern kann der Aufruf http://solaranzeige.local:3000 sein. In der minimalen Netzwerk Version wird der Raspberry Pi direkt mit einem Ethernetkabel an einen Rechner mit Browser verbunden. Die Größe der Anzeige richtet sich dann nach der Größe des aufrufenden Monitors. D.h. man kann die Anzeige von verschiedenen Monitoren, in verschiedenen Größen, gleichzeitig aufrufen.
  3. Netzwerk Version mit Übertragung der Daten auf eine HomeMatic Zentrale. (Smart Home System) Ab der Software Version 4.0.9 ist es möglich, die Regler- Wechselrichterdaten auch auf eine vorhandene HomeMatic Zentrale zu übertragen um die Werte dort weiter zu verarbeiten, bzw. sie über Cloud-Matic anzuzeigen. So kann die PV-Anlage auch aus der Ferne überwacht werden.
  4. Lokale Anzeige und Anzeige im Internet. Die Daten können zusätzlich in das Internet auf ein zentrales System übertragen werden. Sie benötigen dazu nur einen virtuellen Linux Server, auf dem Sie InfluxDB und Grafana installieren. (Beides Open Source Programme)
  5. Nur Anzeige im Internet. Ein Monitor lokal ist nicht unbedingt nötig. Man kann das System auch nur im Internet anzeigen. Nur für die Installation wird ein Monitor lokal benötigt. Weitere Informationen finden Sie auf unserem Support Server.

Natürlich kann man noch weitere „Zwischenlösungen“ bauen. Das ist aber nur etwas für Spezialisten. Wir beschränken uns auf diese 4 Ausbaustufen.

Für die Installation und eventuelle Fehlersuche wird lokal ein Monitor eine Tastatur und eine Maus benötigt.

Die Größe des Monitors ist unabhängig vom verwendeten Regler/Wechselrichter.

Wie funktioniert das gesamte System?

Der Raspberry Pi ist der zentrale Rechner, der die Anzeige, die Steuerung und die Übertragung der Daten ins Internet übernimmt. Alle 10 Sekunden fragt der Rechner über die USB Schnittstelle den verwendeten Solar Regler ab und ließt die aktuellen Daten aus. Diese werden in eine Datenbank gespeichert. Parallel dazu fragt ein Firefox Browser über über das Programm Grafana die Influx Datenbank ab und zeigt die aktuellen Werte auf dem Monitor an. Alle 10 Sekunden werden die Werte neu aus der Datenbank abgefragt und aktualisiert. ( Diese Einstellungen kann man ändern. )

Ist die Funktion „Daten ins Internet übertragen“ eingeschaltet, werden von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang die Daten zusätzlich auf einen speziellen Rechner von Ihnen im Internet übertragen.

Stand Oktober 2018 können als Laderegler der MPPT BlueSolar Regler von Victron energy, der SCPlus oder SCDPlus von IVT-Hirschau, die Tracer Serie von SolarXXL oder der TAROM MPPT 6000 von Steca, der Micro Wechselrichter von AEconversion, Wechselrichter von Effekta, InfiniSolar MPP Solar und viele weitere benutzt werden. Es werden aber noch weitere Regler dazu kommen. Eine ganz genaue Übersicht der möglichen Regler / Wechselrichter finden Sie in unserem Support Forum.   Übersicht der möglichen Laderegler.