Guten Tag Mitstreiter,
ich möchte kurz meine Anlage (aktuell Regler111) beschreiben, damit evtl. Andere beim Einrichten es einfacher haben.
Ich hatte 6x baugleiche EFFEKTA AX-M 5000 Wechselrichter (WR’s) als Regler7 an einem Raspberry betrieben.
Wie für den Regler7 charakteristisch, waren auch meine WR’s jeweils mit einem USB-Kabel mit jeweils einem USB-Port am USB-Hub verbunden. Dafür sind sechs Hidraw-Schnittstellen eingerichtet gewesen. Die ausgelesene Werte sind dann in sechs separate Datenbanken (solaranzeige; solaranzeige2…) abgelegt worden. Hier war es sehr wichtig die richtige Hidraw-Schnittstelle (oder ttyUSB-Schnittstelle) mit dem passenden WR verknüpfen und die Werte in die zuständige Datenbank ablegen. Beim Neustart der WR’s in abweichender Reihenfolge, ist die Hidraw-Schnittstelle „verrutscht“ und die Daten waren nicht mehr plausibel (z.B. WR3 hatte die Daten von WR5 angezeigt).
Leider, oder nachhinein zum Glück, sind durch eine Überspannung am USB-Hub, 5 von 6 USB-Ports an den WR’s kaputt gegangen. Was mich bewegte die Frage nachzugehen: warum werden alle WR’s im WatchPower über ein Kabel (USB oder Seriell) angezeigt und die „solaranzeige“ eine separate Verbindung zu jeden WR benötigt?
Dieses Thema wurde ein paar Mal im Forum erhoben, aber nicht zum endgültigen Abschluss geführt. Es könnte eine Rolle gespielt haben, dass mind. mein EFFEKTA-Model langsam von der Bildfläche verschwindet (zu alt), aber evtl. ist die Lösung auch für die Nachfolgermodele passend…
Nach mehreren Überlegungen und Tests mit Ulrich, ist der Regler111 ins Leben gerufen. Er ist so konzipiert, dass 1 bis 9 Geräte (Herstellerbegrenzung) abgefragt werden und je nach ausgelesene Seriennummer des antwortenden Gerätes ein Datensatz pro SNr angelegt wird, der als Name die SNr trägt. Diese Datensätze sind alle in der Datenbank „solaranzeige“ zu finden. Somit ist der Umstand mit mehreren Datenbanken weggefallen = es wird nur eine „solaranzeige“ benötigt.
Wichtig ist: die mehrere (in meinem Fall 6x WR’s) mit Hilfe der Parallel-Karte nach Vorgaben des Herstellers richtig zu verbinden. Hier sind sowohl Erweiterungen einer Phase durch 2; 3 oder 4 Geräte möglich, als auch 3-phasen Betrieb, sogar Misch-Konstellationen machbar (in meinem Fall 3x2 => 3 Phasen mit jeweils zwei Geräten an jeder Phase). Ich lege eine Datei bei, die die Möglichkeiten aus Sicht SOLARIX PLI aufzeigt.
Diese Parallel-Karten-Verschaltungen bestehen aus Stromausgleichleitungen und Kommunikations-Schnittstellen (hws-lich CAN-Bus im Ring). Diese Kommunikations-Schnittstellen haben noch kein Bezug zur äußeren Überwachung/Auslesung der WR’s – die sind für die Geräteinterne Kommunikation vorgesehen.
Die äußere Überwachung/Auslesung (WatchPower und solaranzeige) findet über eine USB-B-Buchse (RS485) oder RJ45-Buchse (RS232) statt, dazu das mitgelieferte RJ45/SubD9-Kabel benutzen). Der Regler111 benötigt nur ein Kabel und es ist unwichtig an welchen WR angeschlossen wird (in meinem Fall war „nur“ WR3 mit dem heilen USB-Port).
Der USB-Port bietet eine einfach einzurichtende Verbindung (Kabel stecken -> Hidraw „fangen“ = fertig). Bei der RS232-Verbindung muss ein USB-Seriell-Adapter eingesetzt werden, der abgestimmte COM-Port-Einstellungen voraussetzt.